Ja, es ist Samstag, gleich 10 Uhr, und da sitzen wir nun: 9 Frauen, 7 Männer und unser heutiger Trainer Peter mit seiner Assistentin Marianne. Ich bin gerade 40 geworden. Einige können 20 Jahre älter sein, aber da sind auch jüngere. Ich glaube Nicole hat bei der Vorstellung erzählt, dass sie gerade das Abitur gemacht hat, also noch keine 20 Jahre alt.

Wir sitzen alle im Stuhlkreis. Der Raum ist großzügig und hat viele Fenster. Wir schauen auf die Hamburger Kunsthalle und können auf der Außenlaster die Segelboote sehen. Und nun geht es los. Peter begrüßt uns und stellt das Programm und sich kurz vor. Dann stellen wir uns und unsere Verbindung zu den Big Five for Life vor. Einige kennen sich schon von den monatlichen Big Five for Life Foren in verschiednen norddeutschen Städten. Auch als Westfale fühle ich mich schnell wohl. Der Atmosphäre ist sehr freundlich, wertschätzend und locker mit dem standardmäßigem Du, dass mir schon bei der Anmeldung aufgefallen ist.

So jetzt geht es los. Peter schaltet die Projektor ein. Wir erfahren viele für mich neue Aspekte rund um die Philosophie der Big Five for Life und über John Strelecky. Wir dürfen jederzeit Fragen stellen. Das Konzept und auch der Vortrag überzeugen. Ich merke gar nicht, wie emotional mich die ausgesuchten Geschichten und Videos ansprechen. Aber jetzt erschließt sich für mich, warum Peter immer von Herzenswünschen spricht. Er benutzt nicht gerne Phrasen wie Ziele, Lebensplanung oder Persönlichkeitsentwicklung.

So, nun die erste Kaffeepause. Schön finde ich den großen Obstkorb. Ich komme schnell mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch. Mich wundert, dass ich so viel Persönliches erfahre. Aber ich weiß von kaum einen was er beruflich macht. Auch nicht schlecht, sonst gingen bei mir gleich die entsprechenden Schubladen auf.

Nach der Pause finden wir die ersten Arbeitsblätter auf unserem Stuhl. Unsere Aufgabe ist es, die 8 wichtigsten Werte für uns zu finden und zu bewerten. Ich empfinde diese Aufgabe als sehr intensiv. Ich dachte immer, mir wären meine Werte klar. Aber die Ergebnisse sind doch überraschend in ihrer Klarheit. Während dieser intensiven Beschäftigung wurde wir ich toll von Marianne betreut, als ich an einem Punkt nicht mehr weiterwusste.

Zur Mittagspause haben wir das Haus verlassen. Gleich um die Ecke beginnt die Fussgängerzone. Bei dem guten Wetter habe ich mich für einen Spaziergang und ein Eis entschieden. Andere haben sich beim Italiener zusammengefunden.

Nun ging es mit der „Reich-und Glücklich-Matrix“ weiter. Ein genialer Ansatz, um sich klar zu machen, wofür man auf der einen Seite sein Geld ausgeben möchte bzw. seine Zeit fürs Geldverdienen verbringen möchte. Bei der Besprechung in der großen Runde, kamen mir einige tolle Gedanken, wie ich meine Aktivitäten neu ordnen könnte.

Den gleichen Effekt hatte auch die Aufgabe, was wir tun würden, wenn wir den größten Lottogewinn aller Zeiten erhielten. Irgendwann sind mir die Wünsche ausgegangen, und es war immer noch Geld da. Und es waren Wünsche da, die mit Geld nichts zu tun hatten. Wir sollten mit dieser Übung lernen, dass die Big Five for Life nichts mit Geld zu tun haben, sondern das, was wir mit dem Geld machen wollen.

Nach der Kaffeepause haben wir dann unsere Abschlussübung vorbereitet. Das hat soviel Spaß gemacht. Darüber berichte ich jetzt nicht, um noch eine Überraschung offen zu lassen.

Wir haben uns später verabschiedet als wären wir alle schon langjährige Freunde. Und wir wollen uns auf dem nächsten Discovery-Seminar wieder treffen.

 

PS: Vielen Dank an die Seminarteilnehmerin, die diesen Text vorbereitet hat.