Manche Dinge – glaube ich – passieren nicht so oft. So ist es wohl mit dem Erfolg der Bücher von John Strelecky. Sein Buch „Das Café am Rande der Welt“ ist 2007 auf deutsch erstmals erschienen. Und nach etwa 8 Jahren, im letzten Sommer, kletterte es auf Platz 1 als das meistverkaufte Sachbuch in der Rubrik Taschenbücher der SPIEGEL-Bestsellerliste. Und seitdem hat sich bis heute nichts geändert. Ein ganz besonderer Erfolg.

Aber was sagt dies über uns, die Leser und den Zeitgeist?

Es muß sich etwas geändert haben. Bis vor einem Jahr war das Buch „The Big Five for Life“ (aktuell Platz 8 der SPIEGLE-Bestsellerliste) immer vor dem „Café“ platziert. In diesem Buch wird – wie viele sicherlich wissen – das gleiche Thema aus Sicht des Arbeitslebens beschrieben. Ich habe immer vermutet, dass wir Deutschen diesen ernsthaften und konkreten Hintergrund benötigen, um zu rechtfertigen, ein Buch über die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu lesen. In den anderen mehr als 30 Ländern, in denen John’s Bücher auch verkauft werden, war immer das „Café“ das meistgelesene Buch. Tick(t)en wir also anders?

Und nun sind wir anscheinend bereit und offen, uns direkt mit den grundlegenden Fragen nach dem Sinn des Lebens zu stellen. Ich finde dieses sehr positiv. So starten wir die Reise zum eigenen Selbst direkt und ohne den Umweg über die berufliche Situation.

Dann noch mein Hinweis zum Fortsetzungsbuch „Wiedersehen im Café am Rande der Welt“, das bei den Paperback-Sachbüchern auf dem 5. Platz steht. Also auch ein echter Bestseller.

Zur Bestsellerliste: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/spiegel-bestseller-taschenbuecher-a-1025518.html