Sagt mal, kennt ihr das auch? Ihr sitzt alleine oder mit einem Freund irgendwo ganz entspannt und lasst die Gedanken fliegen. Plötzlich kommt wie aus dem Nichts eine Idee und ihr seid ganz beseelt von diesem wundervollen Gedanken. Es platzt aus euch heraus: „Wow, das wäre doch toll wenn.. !“ Oder: „Dass mir das nicht früher eingefallen ist…!“ Wenn ihr euch bei diesem Ausruf sehen könntet oder euer Gegenüber gerade eine Kamera oder sein Smartphone im Anschlag hätte, würdet ihr einen Menschen sehen, der strahlt und in dessen Gesicht die reine Freude steht.

Doch dann passiert es: Es beginnt der Prozess, den wir mit Denken oder Nachdenken bezeichnen. Auch das wird sich sicher in deinem Gesicht abzeichnen. Foto! Nun kommt der Einsatz deines Gegenübers. Er/sie meint es sicher gut mit dir. Dein bester Freund wird wahrscheinlich einfach nur deinen Gedanken lauschen und höchstens auf Anfrage seine Meinung dazu sagen. Möglich ist aber auch, dass Kommentare kommen wie: „Hast du denn das Geld dafür?“ „Wie schaut es mit deiner Zeit aus, schaffst du das denn?“ Oder: „Hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, was die anderen dazu sagen?“ -und schwupps, (neues Foto!) ist man mal wieder voll in den alten Gewohnheiten verstrickt.

Einwandbearbeitung, Ressourcenplanung und Sicherheitsdenken gewinnen die Oberhand. Wenn ihr schon ein paar von meinen kleinen Artikeln gelesen habt, kommt euch das sicher bekannt vor. Die „Wie geht das – Frage?“ hat sich mit Wucht in den Vordergrund gespielt. An sich könnte ich diese Schilderung sehr verkürzen, indem ich euch nur die Fotostrecke zeige, die bisher von euch gemacht wurde.

So, alles auf Anfang! Da ist also diese wirklich geniale Idee, die euch so unglaublich Freude macht, die euch erstrahlen und euer Herz hüpfen lässt. Was, wenn ihr einfach einmal einen anderen Weg geht als den, den ihr schon so oft beschritten habt? (Viele von euch kennen sicher den Ausspruch von Albert Einstein: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert“.)

Führt euch eure wundervolle Idee vor Augen und erinnert euch so intensiv ihr könnt an das Gefühl, was euch durchströmt hat, als sie das erste Mal in eurem Kopf Formen annahm. War das nicht toll? Dieses Gefühl der reinen Freunde, der Genialität und des Glücks? – Und hat der Ursprung sich wirklich im Kopf manifestiert oder nicht vielleicht sogar im Herzen? Hat es vielleicht sogar ein wenig schneller geklopft? Diesen einzigartigen Moment gilt es festzuhalten. Besonders das dazugehörige Gefühl. Das ist das sprichwörtliche Zünglein an der Waage, das uns anzeigt, wie es sich im Idealfall beim Entdecken eines reinen Herzenswunsches anfühlt. Mit diesem wundervollen Hilfsmittel sind wir in der Lage, unsere Big Five for Life, die ihren Ursprung in unserem Herzen haben, zu ergründen und Realität werden zu lassen. Ich behaupte, dass das Gefühl unser wichtigstes Instrument ist, wirklich zu seinen Herzenswünschen zu gelangen. Es kommt immer dann zum Einsatz, wenn mir auffällt, dass ich wieder in alte Denkmuster und verstandesgesteuerte Techniken zurückfalle.

Wie will ich denn entscheiden, was ich lieber möchte? Wenn ich die Vor- und Nachteile einer Idee abwäge, passiert dieser Denkprozess im Gehirn oder Verstand. Das Ergebnis zu der Frage: „Was ist mir lieber?“ spielt sich an einer anderen Stelle ab. Manche arbeiten mit dem Bauchgefühl,-da würde ich schon sagen, wird es etwas wärmer-, andere verstehen die Signale ihres Herzens zu deuten und wissen auf diese Weise genau, dass das, was sie tun für sie richtig ist und sie mit ihrer Entscheidung ganz bei sich sind. Dieser Zustand der Authentizität ist ein Moment totaler Klarheit und fühlt sich für den Entscheidenden wundervoll an.

Darauf kann, getrieben von dieser Klarheit und dem Wunsch, das Richtige zu tun, nur noch die Aktion folgen. Das Umsetzen der Idee in die Realität. Mit anzusehen, wie der Traum Wirklichkeit wird, gehört unbedingt mit in die Fotostrecke für euer Album. Nicht nur ihr werdet euch auf diesen Bildern als glücklichen Menschen sehen. Auch andere sehen euch in der Realität, spüren eure Begeisterung, unterstützen euch, wenn ihr Sie um Hilfe bittet und nehmen teil an eurem Erfolg. So betrachtet seid ihr ein Quell der Freude für euch selbst UND für andere. -Da kommt mir spontan der Gedanke: Vorbild!