Der Speicher eines Computers unterscheidet sich vom Speicher des menschlichen Gehirns ganz wesentlich darin, dass wir beim Computer von einem Daten- und beim menschlichen Gehirn von einem Erlebnisspeicher sprechen. Erlebnisse verbinden wir mit Bildern und Emotionen während Daten in immer gleicher Qualität auf 0 und 1 heruntergebrochen werden können. Wie können wir dieses Wissen für Lern- und Veränderungsprozesse nutzen?

Wenn unser Gehirn kein reiner Datenspeicher sondern ein Erlebnisspeicher ist, das heißt, dass wir in unserem Gehirn Daten mit Emotionen und Bildern und mit Erlebnissen verknüpfen, dann lernen wir besonders nachhaltig und effizient, wenn mit den zu lernenden Inhalten Emotionen verbunden sind. Wenn wir also neues Wissen und neue Fähigkeiten mit für uns bewegenden positiven oder negativen Ereignissen verknüpfen.

Die Big Five for Life füllen den Erlebnisspeicher

Wir sprechen bei den Big Five for Life auch deshalb von Herzenswünschen in Unterscheidung zu Zielen, weil es darum geht, die zur Erreichung des Big Five for Life meist notwendigen Veränderungsprozesse schnell und effektiv umzusetzen. Denn mit den Big Five for Life mobilisieren wir unsere Emotionen, schaffen Bilder in unserer Vorstellung und erreichen so eine sehr viel höhere Veränderungskraft in unserem Streben eines unserer Big Five for Life umzusetzen.

Unser Gehirn kann auf Dauer nicht zwischen Imagination und Wirklichkeit unterscheiden. Dies gilt allerdings nur unter der Bedingung dass die Vorstellung uns nicht einen Werte-Konflikt beschert. Wünschen funktioniert, wenn es mit unserer inneren Wirklichkeit harmoniert. Wenn ich mir eine Familie wünsche aber innerlich alles auf Alarm und Abwehr schaltet sobald sich mir Eltern, Bruder, Schwester, Freunde nähern, weil meine inneren Bilder, meine Wirklichkeit eben nicht Familie nur als positiv und wünschenswert erfahren hat, dann stimmen meine innere Resonanzfrequenz und die Wunschfrequenz nicht überein und sie stören einander dauerhaft. Solche Situation führen oft zu einer inneren Konkurrenz sich widerstreitenden Emotionen und Werte.

Liegen die Bilder, Werte und Emotionen auf einer Frequenzwelle mit meinem Wunsch, dann beginnt ein fantastischer Prozess, den ich gerne mit dem Bild eines Katalysators vergleiche. Ich verwende das Bild des Katalysators im Sinne: das ist ein Stoff, der Prozesse beschleunigt ohne sich selbst zu verbrauchen. Meine inneren und äußeren Antennen suchen dann nach allen Möglichkeiten den Wunsch Realität werden zu lassen.

Umsetzung von „Herzenswünschen“ ist ein Kinderspiel

Teilnehmer an unseren Seminaren erzählen immer wieder von ihrer Erfahrung, dass nachdem erst einmal das „Ziel“ im Sinne des „Herzenswunsches“ klar war, die Umsetzung fast zum Kinderspiel wurde, weil sich Vieles in einem anderen Licht zeigt und es ihnen wie das Erleben eines Durchbruchs, eines Dammbruchs vorkam. Da war so viel aufgestaut, so viele innere Widerstände aufwendig mobilisiert, so viele Dämme innerlich errichtet worden, um diesen Wunsch nicht zu realisieren, weil er als hinderlich, nicht realisierbar oder in Konkurrenz zu anderen Werten oder Wünschen gesehen wurde.

Geht es also um Lern- und Veränderungsprozesse sind diese umso einfacher umzusetzen je positiver die Ereignisse und Bilder sind, die wir damit verknüpfen können. Wenn ich Wissen speichern will dann brauche ich persönlich heute Verbindungen was ich mit dem Wissen, das ich mir aneigne, bewegen oder verändern kann. Ich kann mir selbst damit mir sehr fremde und abstrakte Wissensgebiete sehr schnell erschließen, wenn ich Zusammenhänge sehe und erkenne und das Gefühl einer Erweiterung meines Horizontes damit verbinde. Kommt zu dieser Erweiterung auch eine Emotion, was für mich innerhalb meines Wertekanons fast unabänderlich ist, dann ist das wie eine Beschleunigung. Wenn wir sagen „Trunken vor Freude“ oder „Trunken vor Begeisterung“ dann sprechen wir ab und zu auch von diesem „rauschhaften“ Zustand, den Emotionen im Extremfall bei Lern- und Veränderungsprozessen auslösen können.