FIKA ist schwedisch. FIKA ist mehr als eine Kaffeepause. FIKA ist Zeit mit Kollegen, sich auszutauschen, sich zu verbinden und sich auszuruhen. Einige der besten Ideen und Entscheidungen passieren während der FIKA. … und etwas Süßes darf auch dabei sein.

In Schweden ist die FIKA eine Institution. Für 10 – 15 Minuten treffen sich Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Vorgesetzte zu einer gemeinsamen Kaffeepause. Das ist auf alle Fälle kommunikativer, als wenn sich jeder seinen Kaffee-Pott aus der Küche holt und am Arbeitsplatz trinkt. Die Schweden nehmen sich mehrmals am Tag die Zeit für diese kleine Kaffeepause.

Die FIKA wird in den Unternehmen sehr geschätzt. In Schweden sind die Organisationen in der Regel weniger hierarchisch aufgebaut als bei uns. Man arbeitet kollegialer zusammen und ist immer beim „Du“. So nutzt man auch andere Möglichkeiten der Kommunikation, um Meinungen zu sammeln sowie Informationen und Entscheidungen zu erklären. Und das geht natürlich bestens in der Kaffeeküche.

Oh, wie liebe ich es, einen frischen Cappuccino zu trinken. Und dann noch etwas Süsses dazu. Ich hasse Pappbecher und Coffee-to-go. Also ab nach Schweden?

Oder machen wir jetzt FIKA bei uns?

Ja, so etwas gibt es schon:  Ich durfte vor kurzem gerade die Brotzeit-Kultur im ländlichen Bayern kennenlernen. Da bringt der Chef Butterbrezeln mit. Und dann geht es fast geschlossen in die Cafeteria: Essen, klönen, austauschen, Gemeinschaft. Dabei ist schnell eine geschäftliche oder private Verabredung getroffen.

Und ein anderes viel diskutiertes Beispiel: Interne Emails. Es gibt Unternehmen, die haben vereinbart, dass freitags keine internen Emails mehr geschrieben werden. Der Grund ist: Die persönliche Kommunikation wieder zu stärken. Die Aufforderung lautet:„Geht zum Kollegen!“ oder „Trefft Euch in der Kaffeeküche!“ Ich weiß noch, wie einige Chefs befürchteten, dass dies die Produktivität senkt. Aber Erfahrungsberichte haben gezeigt, dass (zum Glück) weniger Mails geschrieben werden und die Arbeitsergebnisse sich verbesserten. Persönliche Kommunikation als Erfolgsfaktor.

Lasst uns mehr reden! Wer kommt mit zur FIKA!