(„Wissen ist Macht, hast Du gedacht!“)*

In „Safari des Lebens“ beschreibt John P. Strelecky einen jungen Mann, der nach Afrika kommt, auf der Suche danach was ihn wirklich antreibt. Jack, so heißt der junge Mann, hat schon immer davon geträumt nach Afrika zu fahren, um Land, Tiere und Menschen kennenzulernen. An einem Punkt in seinem Leben beschließt er diesen Traum wahr werden zu lassen. Er fühlt irgendwie, dass er in Afrika herausfinden kann was er wirklich, wirklich möchte. Jack trifft eine Entscheidung! Wie ernst es ihm mit seiner Entscheidung ist erkennen wir sehr schnell an seinem Verhalten. Er erzählt anderen Menschen von seinem Traum und von seinem Weg zum Ziel. Die Menschen bestätigen ihm begeistert, wie toll sie seine Entscheidung finden und wie gerne auch sie nach Afrika reisen möchten. Sie fügen aber immer hinzu, dass er das ja kann und erzählen ihm, was ihnen dabei alles im Wege steht. Warum SIE es nicht können. Bald erkennt er, dass, wie der Volksmund schon sagt „wer einen Weg finden will diesen Weg findet, und wer keinen Weg finden will einen Ausweg findet“. Er trifft eine Entscheidung, findet seinen Weg und setzt sein Wissen ein um seinen Traum zu verwirklichen.

„Können ist König!“

Wissen ist für die meisten von uns nur ein „paar Klicks“ entfernt. Der Zugang zu Wissen ist in der heutigen Zeit leicht! Wir haben nicht nur den Zugang sondern wir werden geradezu mit Informationen überschüttet. Wissen ist nicht mehr in den Händen von Wenigen sondern für uns alle zugänglich. Es ist in einem Maße zugänglich, das einer Anwendung in vielen Fällen eher abträglich ist. Für jedes Pro gibt es ein Contra und für jedes Argument unterschiedlichste Perspektiven. Wir ertrinken förmlich in Information. Die zielgerichtete Anwendung und Umsetzung unseres Wissens macht erst den „Könner“. So wie ein Sportler einen Bewegungsablauf wieder und wieder trainiert, so ist es auch für den „Könner“ wichtig seine Umsetzung wieder und wieder zu prüfen.

Anwendung führt zu Können

Jack trifft in Afrika die alte weise Ma Ma Gombe, die seine Führerin und Lehrerin wird. Sie vermittelt ihm Wissen, und sie fragt ihn dieses Wissen auch immer wieder ab. Sie will sicher sein, dass er es nicht nur verstanden sondern auch behalten hat. Wie häufig verstehe ich etwas sofort, kann dieses Wissen aber schon kurze Zeit später nicht mehr abrufen. Die Informationsflut lässt häufig eine tiefere Verankerung des Gehörten nicht zu. Ma Ma Gombe hält Jack darüber hinaus zur Anwendung des Wissens an.

Wiederholung, das ist das Geheimnis der Könner

Neues Wissen behalten und dann mit vorhandenem Wissen vernetzen ist eine Voraussetzung für Können. Das Wissen wieder und wieder anwenden eine andere Voraussetzung. Auf ihrer Wanderung durch die Weite Afrikas lernt Jack sich selbst besser kennen und fühlen. Er wendet sein neues Wissen und sein altes Wissen in unterschiedlichsten Situationen an und gewinnt so eine neue Perspektive. Er wird seine Träume nie wieder aus den Augen verlieren.

Kennen heißt nicht Können

„Kenne ich schon“, ist ein Satz den ich oft höre, wenn ich etwas empfehle. Ja, das stimmt sogar häufig. Die Antwort ist berechtigt. „Kennen“ heißt aber nicht „Können“! Auch wenn nur ein Buchstabe bei den beiden Wörtern verändert wurde, haben wir es hier mit zwei grundsätzlich unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu tun. Können heißt in aller erster Linie einmal etwas anwenden. In zweiter Linie hat es aber auch etwas mit der Qualität der Anwendung zu tun. Die Qualität der Anwendung steigt meist mit der Anzahl der Wiederholungen.

Kennen heißt nicht Wissen

Ich habe einmal davon gehört, ich kenne es, das hat nicht die gleiche Qualität wie ich weiß es, ich habe es mir zu eigen gemacht, es gehört zu meinem Wissen. Ein Buch ein zweites, drittes oder viertes Mal zu lesen ist für viele Menschen im ersten Moment eine „Zumutung“. Wenn Du es noch nicht oft praktiziert hast hier meine Empfehlung: Lies „Safari des Lebens“ oder „Das Café am Rande der Welt“ noch einmal und notiere Dir deine „AHA’s!

Was hast Du vorher noch nicht in den Büchern wahrgenommen oder auf andere Weise verstanden? Dann lies das Buch nach einer Woche ein weiteres Mal und notiere Dir wieder deine „AHA’s“. Du wirst erstaunt sein, bei wie vielen Abschnitten und Punkten Du das Gefühl hast etwas vollkommen Neues zu lesen. Du hast diese Dinge vorher nicht überlesen, du hast sie nur anders wahrgenommen. Du hast Dich verändert indem Du das Buch gelesen hast. Es hat Wirkung auf Dich gehabt. Du hast aber auch neue Erfahrungen gemacht und das Wissen und die Erfahrung aus dem Buch aufgenommen. Deshalb steigt „niemals der gleiche Mensch, zweimal in den gleiche Fluss“! Der Mensch hat sich durch das erste Mal verändert, und der Fluss ändert sich weil das Wasser nicht mehr das gleiche sein kann.

Probier öfter mal etwas Neues

Wir nehmen nicht auf allen Medien-/Sinneskanälen das gleiche wahr. Wenn Du diesen Eindruck der veränderten Wahrnehmung verstärken möchtest, dann hör dir die genannten Bücher einmal als Hörbuch an. Notiere Dir vielleicht wieder die „AHA’s“ und vergleiche einmal. Ein anderes Medium, eine andere Wahrnehmung, eine andere Verankerung! „Können ist König!“

„Safari des Lebens“, von John P. Strelecky, erschienen bei dtv. Ab nächster Woche, also wirklich richtig brandneu, auch als Hörbuch in DIE HÖREDITION 3, von John Strelecky & Friends GmbH, gelesen von Tilo Maria Pfefferkorn, erhältlich. Hier gibt es mehr Information!

*Zitat nach Peter Rosegger