„Wenn Deine Handlungen andere inspirieren mehr zu träumen, mehr zu lernen, mehr zu tun und mehr zu werden, dann bist du ein Leader.“ Dieses Zitat hat mich gestern angeregt, diese Zeilen zu schreiben.

Wir fragen uns immer, was macht Leadership aus? Für mich ist es mehr als Führung. Führung ist in vielen Fällen, die ich kennen gelernt habe, reduziert worden auf das Organisieren von Unternehmen(steilen)und deren Ergebniserzielung. Dann wird noch über Führungstechniken gesprochen, wie man Mitarbeiter motiviert, mehr Leistung zu erbringen. Ganz „fortschrittliche“ Firmen stellen einen „Feel-Good-Manager“ oder auch „Happinez-Beauftragten“ ein.

Ich bin immer mehr zu der Überzeugung gekommen, dass wir Menschen zusätzlich noch etwas anderes benötigen, um uns glücklich zu fühlen und aus uns heraus eine großartige Arbeitsleistung zu erbringen. Wir benötigen das Gefühl zu einer Gemeinschaft zu gehören und einem höheren Zweck zu dienen. Es kommt nicht darauf an, was oder wie wir arbeiten – sondern WARUM!

Aber nur wenige Führungskräfte in den Chefetagen haben den Mut, diese Grundsatzfrage zum Leadership zu beantworten. Das ist verständlich. Denn dann müssten sie sich selbst die Frage stellen, warum sie ein Unternehmen leiten. Sie müssten sich über ihre Träume im Klaren sein, nach ihrem wahren Zweck des Lebens forschen und ihre eigene Geschichte leben.

Michael Ende hat das sehr gut beschrieben in seinem Buch „Die Zauberschule“:

„Hat denn jeder eine eigene Geschichte?“
„Nein, nicht jeder, durchaus nicht jeder. Die meisten Menschen legen auch gar keinen Wert darauf. Was sie tun und was ihnen widerfährt, das könnte ebenso gut irgendein anderer tun oder einem anderen widerfahren. Und deshalb kommen sie niemals dazu, ihre  eigenen Wünsche zu entdecken. Die meisten Leute meinen nur, sie wüssten, was sie sich wünschen. Der eine meint zum Beispiel, er wäre gern ein berühmter Arzt oder Professor oder Minister, aber sein wahrer Wunsch, den er selbst gar nicht kennt, ist es ein einfacher Gärtner zu sein. Ein anderer meint, er wäre gern reich und mächtig, aber sein wahrer Wunsch ist, Zirkusclown zu sein…. Deshalb sind sie niemals ganz und gar einig mit sich selbst. Und weil es fremde Wünsche sind aus einer fremden Geschichte, erleben sie niemals ihre eigene Geschichte.“

Ein Leader ist sich seinen Wünschen und seinen Idealen klar. Er strahlt Authentizität aus. Und wenn er dann noch über seine Geschichte sprechen kann und sie vorlebt, dann erreicht er in seiner Umgebung das, was John Quincy Adams definiert.