Es ist einige Tage her, als ich mitten in der Nacht, nach der Teilnahme an einem Vortrag von John Strelecky im Herzen Münchens, zurückfuhr. Angereichert mit einigen Erkenntnissen und Impulsen kam ich wieder Zuhause an.

Was war geschehen, und vor allem mit mir?

Zunächst wollte ich den Begründer der BFFL einmal hautnah erleben, seine Persönlichkeit, sein Dasein spüren. Im Saal baute sich von Beginn an eine angenehme, besondere Atmosphäre auf. Jeder schien gespannt zu sein auf die Person John Strelecky. Ich auch. Nein, ich habe weder ein Gurudenken, noch verherrliche ich John. Bislang sprach er durch seine Bücher zu mir. Jetzt wurden noch viel mehr Sinne angesprochen. Ich sah ihn sitzen, hörte hin und fühlte nach, was das Gesprochene mit mir machte. Das erschloss sich mir nur teilweise und nicht gleich auf einmal. Moderator Achim Bogdahn stellte ihm Fragen über sein Leben. Das war es, was alle wissen wollten. Was machte den Menschen aus, wie war er soweit gekommen, was waren die Impulse diese Bücher zu schreiben, was inspirierte ihn, was trieb ihn an? All das stand im Zentrum des Interviews. Die Lesung war nebensächlich, denn die meisten hatten das Buch gelesen. So auch ich. Ich merkte nach dem Vortrag, dass ich noch viel mehr Menschen von dieser Lebensphilosophie erzählen wollte, und das Büchlein „Das Café am Rande der Welt“, war ein erster Impuls dazu. Daher kaufte ich gleich 5 Exemplare. Sie waren gedacht für einige meiner lieben Mitmenschen, die nach dem Sinn im Leben Ausschau halten, mehr Sinn in ihr Leben bringen möchten.

Ich stellte mich geduldig in die Schlange, um ein Buch für meine Freundin und eines für mich signieren zu lassen. Als ich an die Reihe kam, setzte John dies gerne um. Ein gemeinsames Foto mit drei lächelnden Menschen: John, Marianne und ich besiegelten diesen angenehmen Abend in einer entspannten und gelösten Atmosphäre.

Der Abend wirkt nach

Einige Tage später ist der Abend immer noch sehr präsent. Vor allem sind es die Antworten auf die Fragen, für die er ein offenes Ohr hatte, da diese sicherlich auch lange Zeit seine eigenen waren. Er erzählte von seinem Leben, in dem er schon sehr früh einem Berufswunsch folgte, nämlich Pilot zu werden. Er setzte alles daran,  sich diesen Wunsch zu erfüllen. Doch das Leben hatte einen anderen Plan. Er fokussierte alles darauf und musste diesen Plan dennoch aufgeben, weil seine Gesundheit, sein Herzschlag nicht dem entsprach, was die Flugbehörde als tauglich einstufte. Heute ist er dankbar dafür, dass dieser Wunsch nicht realisierbar war. Heute hält er Vorträge und Seminare, bereist als Bagpacker die Welt und findet im Abenteuer Leben und vor allem mit seiner Familie seine Erfüllung. Das macht ihn glücklich. Das spüre ich, als er davon erzählt. Auch dass ihm durch seine Reisen seine eigene Engstirnigkeit bewusst wurde und sich dadurch seine Sicht auf die Menschen und das Leben völlig veränderte – und ich habe vor allem das Gefühl, dass durch diesen Prozess mehr Milde, Güte und Herzenswärme bei ihm zu sich und anderen entstanden ist.