Alles beginnt mit einem Big Five for Life, meinem Traum. Bis jetzt stand auf meiner Liste der Big Five for Life an unterster Stelle „Eine nachhaltige Zukunft mit gestalten.“ Es stand dort an letzter Stelle, weil ich mir auch nach mehreren Jahren noch nicht klar war, was das bedeutet. Mehrere Versuche, mich zu verschiedenen Themen zu engagieren, waren nicht inspirierend genug, um mich wirklich voranzubringen. Und dann half mir eine Übung, die wir im Intro-Seminar machen: „Schreibe Deinen Big-Five-for-Life-Film“. Und das entstand dabei:

Mein „Big-Five-for-Life-Film“

Ich bin der Hauptdarsteller in einer Komödie mit Musik. Zu Beginn der Story sieht man mich, wie ich mich bei verschiedensten Gelegenheiten darüber beklage, dass man gar keine Zeitungen mehr lesen oder Nachrichtensendungen schauen kann, weil nur immer Negatives berichtet wird. Mein Standardspruch: „… man müsste mal eine Zeitung machen, die NUR GUTE NACHRICHTEN verbreitet.“ Irgendwann kommen meine Freunde mir schon zuvor: „ ja, du schon wieder mit deinen guten Nachrichten…“

Eines Abends sitzen dann ein paar dieser Freunde am Nebentisch in meiner Stamm-Osteria. Sie erzählen mir, dass in der Nachbarstadt die dortige Tageszeitung zum Verkauf steht. Sie sagen: „Das ist deine Chance. Da kannst du endlich die Zeitung machen, die du immer schon machen wolltest. Nun komm doch mal in die Strümpfe…“ Ich habe natürlich viele Ausflüchte: keine Zeit, kein Geld. kein…. Aber sie lassen nicht locker, ordern noch eine weitere Flasche Wein. Langsam entsteht ein Plan. Wir wollen das Konzept testen. Wir verabreden uns, Unterlagen zu erarbeiten für eine Kampagne zur Crowd-Finanzierung. Und wir versprechen uns, wenn wir eine bestimmte Summe einsammeln können, die Zeitung zu übernehmen und unser Konzept umzusetzen.

Dann geht’s los. Wir verfolgen fast stündlich, wie sich viele Menschen mit kleineren und größeren Beträgen engagieren. Und wir sind am Ende „gezwungen“ unser Projekt umzusetzen. Denn das Kapital will einem Zweck zugeführt werden.

„ NUR GUTE NACHRICHTEN “ – Die neue Tageszeitung –

Wir kaufen die Tageszeitung. Wir sprechen mit der Redaktion. Wir erklären unser Konzept. Ungläubigkeit aber keine Abneigung, eher Neugier ist die Reaktion. Also geht es los!

Ich werde Chefredakteur und lerne nach und nach eine Zeitung zu machen. Mit allen Aufs und Abs. Eine tolle Erfahrung. Aber nun heißt es durchzustarten. Ich brauche einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Jemand, der gute Laune und Freude ins Haus bringt. Der die Mannschaft und die Zeitung voranbringt. Und da kommt ein Geistesblitz: Ina Müller. Die passt genau in mein Bild. Bei einem ersten Treffen in einem Café in der Langen Reihe in Hamburg springt bei uns beiden der Funken über. Sie sagt zu.

Wow, was für eine energiegeladene, lockere und produktive Redaktionssitzung krönte den ersten Arbeitstag von Ina bei uns in der Redaktion. Das Team ist komplett.

Wir waren schon in der Medienwelt aufgefallen mit dem Konzept, NUR GUTE NACHRICHTEN zu verbreiten. Aber jetzt mit der Bekanntheit von Ina und immer weiter steigenden Verkaufszahlen werden wir noch interessanter. Die Folge sind viele Beiträge über uns und nicht enden wollende Interviewanfragen und Einladungen zu Talkshows. Bald vergeht keine Woche, dass nicht Ina oder ich auf irgendeinem Sender über unsere Zeitung und unsere Erfahrungen erzählen. Soviel kostenlose Werbung ist ein Geschenk. Wir fühlen uns auf einer Welle des Glücks. Und wir freuen uns, dass wir zeigen können: Es gibt viel Gutes, über das man berichten kann und das ein grosses Publikum findet. Herrlich!

Ein Angebot aus den USA

Und dann kommt ein Angebot aus den USA. Eine Investmentgesellschaft von der Wall Street bietet uns an, den Aufbau eines eigenen Fernsehsenders NUR GUTE NACHRICHTEN zu finanzieren. Eine gute Idee, dann können wir noch mehr Menschen erreichen. Und wir können daraus auch ein erweitertes Online-Angebot entwicklen. Toll! Aber in unsere Euphorie mischen sich Zweifel: Wer steckt hinter diesem Angebot? Wollen die uns für etwas instrumentalisieren? Können wir weiterhin selbständig handeln?

Um die Chance zu prüfen, schicken wir unseren besten Rechercheur in die Staaten. Er soll Antworten auf unsere Fragen finden. Wochenlang hören wir dann nichts mehr von ihm. Wir sehen nur seine Spesenabrechnungen aber erhalten keine Berichte. Wir wissen, dass er sich in Kalifornien aufhält. Aber was treibt der Mann dort bloß?

Dann kommt ein kurze SMS: „Bitte morgen um 18 Uhr am Hamburger Flughafen abholen. Ihr werdet uns schon erkennen.“ Was bedeutet dies denn jetzt? Ja, dann fahren wir halt zum Flughafen und lassen uns überraschen.

Am nächsten Tag am Ankunftsgate: Die Tür öffnet sich. Unser Frank kommt heraus und wird begleitet von… Harrison Ford – Ist das wirklich Harrison Ford, mein Vorbild als Abenteurer Indiana Jones? Ja, er ist es. Er ist der Geldgeber hinter dem Angebot, erfahren wir dann. Er hat von unseren NUR GUTE NACHRICHTEN gehört und ist davon begeistert. Er möchte diese Idee größer und internationaler machen.

Auf der Fahrt zur Redaktion reden wir viel. Nun muss ich mich aber mal für ein paar Minuten zurückziehen, um mein Glück zu fassen. Und dann geht’s in den Verlag. Party ist angesagt…