Diese Frage begleitet mich seit Jahren. Es ist die Frage nach dem Hintergrund dessen, was da um mich herum und damit auch mit mir geschieht!  WARUM?

Es ist ein Unterschied, ob ich die Frage „Warum passiert mir das?“ auf „mir“ betone oder auf dem „Warum“. Die Frage bekommt einen ganz neuen Klang und einen ganz anderen Inhalt wenn ich sie nicht auf mir betone. Sprich die Frag doch einmal laut aus mit der Betonung auf „mir“! Wie empfindest du die Frage? Spürst Du nicht auch, dass die so betonte Frage  dich förmlich in eine Opferrolle zwingt? Mit Dir passiert etwas! Wenn die Betonung stattdessen auf dem Warum liegt, dann versuchst Du den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Es geht Dir um das Verstehen und nicht um die Feststellung eines „beklagenswerten“ Tatbestandes.

Sehe ich mich heftigen Fragen nach dem „Wie“ und dem „Warum“ ausgesetzt, dann ist eine Möglichkeit damit umzugehen  innezuhalten und sich zu fragen, für was dies ein Signal sein könnte. Es könnte zum Beispiel sein, dass mir das Leben gerade signalisiert: „Schau doch mal nach Stellen wo Du noch Unsicherheit ausstrahlst“.  Diese Aufforderung führt zum Innehalten, zur Unterbrechung des Spiels „Aktion – Reaktion“. So verstanden kann die Beantwortung der Frage nach dem „Warum“  zu einer völlig neuen Antwort, einem völlig neuen Verständnis der Situation oder der Notwendigkeit führen. Sie ist, so gestellt, eine Hilfestellung für Deine Entwicklung, vielleicht sogar eine Befreiung.

Diese Frage ist auch Teil der Firmenkultur von Derale Enterprises. Joe erzählt Jacques im Laufe ihres Gespräches (Kapitel 27, S.109 des neuen Buchs von John Strelecky, „Das Leben gestalten mit den Big Five for Life“) wie die Mitarbeiter einander dazu anhalten sich dieser Frage zu stellen. Sie werden dadurch vom Opfer zum Suchenden. Wenn diese Frage gestellt wird dann entsteht „der Freiraum“ den wir zwischen Aktion und Reaktion haben, aber viel zu selten nutzen. Wenn wir ihn bewusst nutzen, dann haben wir die Chance aus Hürden Sprungbretter zu machen. In diesem Sinne wünsche ich Dir eine wunderschöne Sommerwoche. Schau Dir doch noch mal das Museumstagsvideo an. Lausch aufs Neue in Dich hinein, was es in Dir anstößt. Es lohnt sich immer wieder!