Mmmhhh! Einspruch? Widerspruch? Du zögerst noch, wie du mit dieser Aussage umgehen sollst?

Kennst Du auch die Situation, in der Du alles versucht hast, sie zu ändern und nun bist Du an dem Punkt angelangt, dass Du nur noch zwei Lösungswege vor Augen hast:

Du lernst mit der Situation umzugehen, d.h. zu leiden oder die aufkommenden Emotionen irgendwie auszuschalten indem Du dich im besten Fall ein wenig  ablenkst oder dann sogar härtere Maßnahmen ergreifst – und das kann dann von Alkohol bis zu Drogen gehen, um diesen Gefühlen zu entgehen.

Einen dritten Weg scheint es im ersten Moment nicht zu geben. Fragen wir uns wie diese Gefühle entstehen, wird es sehr schnell offensichtlich: wir sind nicht unsere Gefühle, wir haben sie, und jeder von uns ruft seine Gefühle selbst hervor. Nicht ein Dritter „macht uns Gefühle“, wir selbst tun es.

Wir rufen unsere Gefühle selbst hervor. Sie entstehen auf der Grundlage der Bilder, Erfahrungen und Werte, die wir uns häufig in vielen Jahren „mühevoll“ erarbeitet haben.

Du glaubst mir nicht? Schauen wir uns eine Situation an, in der Du wütend, fröhlich, begeistert oder verängstig warst. Erinnerst Du Dich an einen solchen Moment in den letzten Tagen? Jetzt fühl Dich bitte noch einmal in diesen Moment hinein… kannst  Du das Gefühl spüren? Die Situation und das Gefühl sind zwei verschiedene Teile eines Prozesses.

Vielleicht ist Dir es bei meinen Artikeln aufgefallen, dass ich es liebe, einen guten Espresso zu trinken. Nutzen wir das um deutlich zu machen wie dieser Prozess um das Gefühl bei Dir, bei anderen und mir funktioniert.

Situation: Ein Espresso steht vor Dir/mir!

Bewertung/Gedanken:

A: Mmmh, der hat eine wundervolle Crema, duftet verführerisch, Crema und Tassenwahl zeigen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Stilsicherheit …

B: Hm, bitter, riecht unangenehm und wie kann man nur …..

C: Interessant aber nur für den, dem es schmeckt ….

Gefühle:

A: Freude, Gelassenheit, …

B: Ekel, Verärgerung, …

C: Unbeteiligt, offen, ….

Körperliche Reaktionen:

A: Entspannung, Speichelfluss ,….

B: Verspannung, Verziehen der Gesichtsmuskeln

C: unbeteiligt, offen, vielleicht interessiert …

Wir haben Wahlmöglichkeiten

Zu irgendeinem Zeitpunkt wussten Du und ich nicht, wie uns ein Espresso schmeckt. Dann gab es ein „erstes Mal“ oder wie bei mir ein „Häufigeres Mal“. Mir schmeckte anfangs kein Espresso. Ich trank ihn nur gelegentlich aus „Gesellschaft“, aber mir gefiel der Lebensstil, den ich damit verband. Dann stellte ich als Student fest, dass es eine der günstigsten Möglichkeiten ist, lange in einem Café zu verweilen, denn zum Espresso bekam man meist auch ein Glas Wasser serviert. Meine Gedanken wirkten auf mein Gefühl und auf den Geschmack, und das bittere Gebräu bekam wundervolle, gefühlvolle Attribute.

Geschmack ist sicherlich eine sehr „Spezielle Situation“, und ich habe überlegt ob nicht das Beispiel eines Autounfalls, eines abgebrochenen Fingernagels oder eines krumm eingeschlagenen Nagels weniger kontrovers wäre. Ja, sicherlich aber  ….

Wenn wir Zeit und Gelassenheit haben, dann sind wir häufig in der Lage zwischen dem Auslöser/ der Situation und unserer Reaktion/ unserem Gefühl eine Zeitspanne zu spüren in der wir die Wahl haben. Aktion/Situation – Wahlmöglichkeit – Reaktion/Gefühl.

Sorgen wir dafür, dass wir die Wahlmöglichkeit bewusst nutzen und nicht Aktion und Reaktion ineinander übergehen und  so zum Reflex werden. Wir haben die Entscheidung! Nutzen wir sie!

Unser Discovery Plus verbindet diese Gedanken mit dem Wunsch einiger von uns sich mehr an den „Herzenswünschen“ (BFFL) oder dem Zweck der Existenz (ZDE) auszurichten. Mit mehr Zeit und in einer wundervollen Landschaft und einem anderen Umfeld haben wir genau die Umgebung geschaffen, die ideal ist, um mehr auf die innere Stimme, lang gehegte Wünsche oder neue Ideen einzugehen