Hallo Zusammen und Karibu Sana (Herzlich Willkommen), zuerst möchte ich mich ganz herzlich bei Marianne Pfefferkorn und dem gesamten Team von John Strelecky and Friends für diese tolle Möglichkeit und Unterstützung bedanken. Ich glaube es gibt kaum eine bessere Plattform um möglichst viele und gleichgesinnte Menschen zu erreichen. Im Nachfolgenden möchte ich euch ein Herzensprojekt vorstellen…

Mein Name ist Kariem und ich bin 23 Jahre alt. Jetzt möchte ich Euch verraten wie ich auf Johns Bücher und meinen persönlichen Big Five aufmerksam geworden bin. Nach meiner Ausbildung zum Elektroniker entschied ich mich für eine Freiwilligenarbeit auf Sansibar. Hier durfte ich 2 Monate in einem Waisenhaus unterrichten und später in einem Meeres-schutzprojekt für Schildkröten (auch grüne Meeresschildkröten) mitwirken.

Dies war die bisher intensivste und erfüllendste Zeit in meinem noch jungen Leben. Hier lernte ich sozusagen was Leben bedeutet und was es für ein Privileg ist in einem Land wie Deutschland aufwachsen zu dürfen. Nach meiner Wiederkehr nach Deutschland und den Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag merkte ich das mir etwas fehlt.

Besonders bedanken muss ich mich bei einem Date im letzten Sommer. Zwar ist keine Beziehung oder weiterer Kontakt entstanden, dafür aber die Buchempfehlung zum Café am Rande der Welt. Nach einem Urlaub bei dem ich Zeit für einige Gedanken und natürlich auch der Buchempfehlung hatte, bin ich dann an Johns Werke gekommen. Mit Begeisterung lies ich ebenfalls die Big Five for Life und die Safari des Lebens. Ich glaube gerade der Bezug auf Afrika, den ich natürlich absolut teilen kann, lässt meinen Entschluss wachsen und im vergangen Frühjahr besuchte ich dann das Intro- und das Discovery-Seminar in Hamburg.

Wie vermutlich alle Teilnehmer erfuhr ich viele Dinge über mich selbst. Das Überraschende hierbei ist, dass im Prinzip ja bereits alles in einem selbst steckt und man nur in sich hören muss. Einer meiner Big Five lautet Projekte: „Ich verwirkliche Projekte, die meinen Werten entsprechen und unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Nutzen und Aufwand eine Verbesserung bieten“. Menschen wollen Helfen und es wäre egoistisch Ihnen diese Möglichkeit zu verwehren! So auch ich, aber nur wie?

Eine weitere leider nicht so schöne Erfahrung die ich in Afrika machen musste ist, dass aus Hilfe leider auch ein Geschäft gemacht wird. Wie überall gibt es auch bei Hilfsorganisationen schwarze Schafe, die den wirklich vielen tollen Projekten das Leben wesentlich erschweren. Auf der Suche nach einem passenden Projekt war es mir wichtig folgende Ziele zu definieren: Die Hilfe muss bei den Bedürftigen ankommen! Das Projekt soll Transparent sein! Am besten sollte Mitgestaltung möglich sein! Ich möchte auch Vorort aktiv werden können und mir ein eigenes Bild machen können!

Hierauf schrieb ich eine Freundin aus der gemeinsamen Afrika-Zeit an. Über die letzten Jahre ist eine tolle Freundschaft entstanden und zudem engagiert sie sich in diversen Projekten. Dazu passend studiert sie internationale soziale Arbeit. Also wer hätte ein besserer „Wer“ sein können. Mit Begeisterung berichtete sie mir von dem Verein Rose of Hope Tanzania e.V., der sich gerade in der Gründung befand. Von der Idee war ich sofort begeistert und motiviert mitzumachen. Hier entsteht ein tolles Projekt mit vielen begeisterten Mitgliedern, wirklichen Heldinnen/en und der Chance aktiv Mitzugestalten und etwas zu verändern.

Im Folgenden möchte ich euch gern das Herzensprojekt und Anna (die Gründerin) vorstellen:

Die Legende vom Rosenwunder

Elisabeth war eine Königstochter und der Landgraf von Thüringen war ihr Gemahl. Doch das Herz der heiligen Elisabeth gehörte den Armen. Sie konnte es nicht ertragen, auf der Wartburg in Saus und Braus zu leben, während im Land ringsum sehr viele Menschen Hunger leiden mussten.

Darum stieg sie täglich von der Wartburg hinab zu den Scharen der Bettler und teilte mit milder Hand aus, was sie zum Leben brauchten. Der Ruf ihrer Barmherzigkeit und Milde verbreitete sich im ganzen Land. Landgraf Ludwig ließ seine Frau zunächst gewähren. Doch sah er es nicht gerne, dass Elisabeth in eigener Person zu armen Leuten ging und sogar die Berührung mit Kranken nicht scheute.

Als er sie wieder einmal mit ihrem Gabenkorb auf dem Weg von der Burg traf, hielt er sein Pferd an und fragte sie: „Was tragt Ihr da in Eurem Korbe?“ In ihrer Not stammelte sie verwirrt: „Es sind Rosen, Herr …“ Da riss der Landgraf zornig die Decke vom Korb. Sein Grimm verwandelte sich in Staunen und Bestürzung. Der Korb der Landgräfin Elisabeth war voller Rosen.

Das Rosenwunder ist natürlich eine Legende, welche nicht als Wahrheit hingenommen werden kann. Trotzdem inspiriert uns die Geschichte. So wie Elisabeth den Armen geholfen hat, möchten wir den Waisen in Mwanza (Tansania) helfen und ihnen sozusagen Rosen der Hoffnung bringen.

Straßen- und Waisenkindern ein Zuhause geben

In Mwanza gibt es, wie leider in vielen Großstädten ärmerer Länder, viele Straßenkinder. Diese haben meistens sogar eine Familie, jedoch kann sich diese nicht um sie kümmern. Wir wollen den Kindern ein Zuhause geben und versuchen, Kontakt mit den Familien aufzunehmen, um die Kinder rückintegrieren zu können. Oft ist dies aber nicht möglich oder dauert sehr lange. Bei uns haben die Kinder ein sicheres Zuhause, feste Mahlzeiten, den Zugang zu Bildung und vieles mehr.

Das Kinderheim soll den Kindern nicht nur ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen geben, sondern ihnen eine neue Familie schenken. Immer fünf bis sieben Kinder leben in einer Familie, gemeinsam mit ihrer „Mama“. Diese stellt ihre feste Bezugsperson dar, denn sie verbringt die meiste Zeit mit den Kindern, zu ihr kommen die Kinder nach Hause. Jede Familie soll in einem eigenen kleinen Haus auf dem Gelände leben, um die Zusammengehörigkeit zu stärken. Tagsüber gehen die Kinder dann natürlich in den Kindergarten oder in die Schule.

Unsere kurzfristigen Ziele sind: 

  • Registrierung der NGO in Tansania • Kauf eines Grundstücks
  • Bau eines Hauses
  • Ackerbau
  • Aufnahme der ersten Kinder

Unsere langfristigen Ziele sind:

  • Straßenkinder aufnehmen
  • eine sichere Unterkunft bieten
  • tägliche Mahlzeiten sicherstellen
  • medizinische Versorgung ermöglichen
  • Kontakt zu Eltern oder Verwandten aufnehmen (falls möglich)
  • Kinder in eigener Familie integrieren (falls möglich)
  • Erziehung findet durch eine einheimische und konstante Bezugsperson statt • liebevolle Umgebung schaffen
  • Schulbesuch ermöglichen
  • eigenen Kindergarten auf dem Gelände für Jüngere aufbauen
  • sinnvoll die Freizeit gestalten
  • interkulturellen Austausch mit Freiwilligen ermögliche

Anna-Theres Wewerka

Ich bin 21 Jahre alt und studiere im Moment Internationale Soziale Arbeit an der evangelischen Hochschule in Ludwigsburg. Im Jahr 2016/17 verbrachte ich acht Monate in Arusha, Tansania, und arbeitete dort als Freiwillige in einem Kindergarten. In meiner Zeit dort lernte ich viel über das Land und die Kultur in Tansania. Auch sah ich die großen Missstände und Ungerechtig-keiten, vor allem als ich ein Jahr darauf zurückkehrte und zum ersten Mal Mwanza besuchte.

Dort leben sehr viele Kinder auf der Straße und trotz einiger Hilfsorganisationen ist dieses Problem noch nicht gelöst. In mir wuchs die Idee, ein Kinderheim aufzubauen, um den Kindern ein richtiges Zuhause zu geben, wo sie nicht nur sicher, sauber und satt sind (so wie es leider in vielen Kinderheimen in Tansania der Fall ist), sondern auch wahre Liebe, Geborgenheit und ein richtiges Zuhause finden. Um dem ganzen einen rechtlichen Rahmen zu geben, begann ich 2018 den Verein zu gründen. Inzwischen bin ich auch in Mwanza tätig geworden und gründe gemeinsam mit Laurent Sabini eine NGO, die mit Hilfe unseres Vereins in Deutschland ein Kinderheim aufbauen wird. Ich denke, kein Mensch allein kann die Welt retten, aber wenn jede*r so viel tut wie er/sie kann, dann sind wir verdammt nah dran.

Falls Ihr mehr über den Verein Rose of Hope Tanzania e.V. erfahren wollt schaut doch mal auf unserer Website vorbei oder folgt uns auf den Sozialen Medien. Ebenfalls könnt Ihr uns einfach eine Mail schreiben. Über Unterstützung freuen wir uns sehr, denn nur gemeinsam können wir etwas verändern. Und erzählt bitte von diesem Herzensprojekt. Vielleicht kennt jemand einen, der einen kennt… der uns Unterstützen kann und genauso viel Freude hat in dem Verein mitzuwirken. Vielen Dank!