JS&F:  Was war der Auslöser, an dem Du begonnen hast, Dich mit Deinen Big Five for Life zu beschäftigen?

Antwort: Vor über 10 Jahren habe ich angefangen einen Weg für mich zu suchen. Angefangen hatte alles mit „HUNA“, über mehrere Stationen bin ich dann bei der Quantenphysik gelandet und als Letztes hatte ich mit GOL-Map gearbeitet. An einem Punkt an dem ich (mal wieder) alles hinwerfen wollte, weil ich aus dem Stillstand nicht heraus kam, drückte mir mein Chef das Buch „Big Five for Life“ in die Hand. Was dann in rasender Geschwindigkeit zu Teil 2 und dann zu den beiden „Café-Büchern“ überging. Faszination pur!

JS&F: Was war rückblickend für Dich die größte Blockade, wodurch Deine Herzenswünsche erst jetzt ans Tageslicht gekommen sind?

Antwort: Meine Herzenswünsche (auch wenn ich sie bis dahin als „persönliche Ziele“ definiert hatte) hatte ich schon. Dinge, Situationen und Umstände die immer wieder über die Jahre hinweg auftauchten. Ich bin auch immer wieder losgelaufen, aber irgendwie nur halbschaurig. Denn meine größte Blockade war: „Ich bin doch gar nicht gut genug! Das werde ich wohl nicht schaffen!“

JS&F: Was war das größte und schönste AHA-Erlebnis für Dich auf Deiner Reise zu Deinen Big Five for Life und warum?

Antwort: Eines meiner größten Aha-Erlebnisse hat nicht direkt mit meinen Big Five zu tun, sondern eher ganz persönlich mit mir (aber irgendwie hängt das ja doch alles zusammen). Ich habe immer wieder erstaunt festgestellt, dass ich auf irgendeine (positive) Art bei anderen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen scheine. Ein kleines Beispiel: Auf einem überfüllten Autobahnrasthof organisiere ich mir einen Milchkaffee. Einfach nett bestellt, bezahlt und noch ein freundliches Wort beim Gehen. Das war’s – also völlig normal, keine Auffälligkeiten.  3 Wochen später, selber Rastplatz, gleiche Menschenmenge, die selbe Verkäuferin. Noch bevor ich irgend etwas sagen konnte kam von ihr: „Oh, guten Morgen – wieder einen Milchkaffee wie letztes Mal?“ So, oder so ähnlich passiert es mir immer wieder. Ich habe dies aber nie bewusst wahr genommen, es war normal für mich. Vor einiger Zeit ist es mir aber zum ersten Mal wirklich bewusst geworden, und ich dachte: „Eigentlich kann ich dann ja gar nicht so ‚falsch‘ sein“ – und das fühlt sich ziemlich gut an.

JS&F: Hast Du Deine Big Five for Life schon gefunden? Wie lauten Sie und möchtest Du diese mit der Community teilen?

Antwort: Ihr findet sie anbei.

JS&F: Hast Du Deinen ZDE (Zweck der Existenz) schon gefunden? Wie lautet er und möchtest Du diesen mit der Community teilen?

Antwort: Mein ZDE lässt noch auf sich warten. An ihn komme ich bis jetzt noch nicht heran. Und die leitenden Fragen “Warum?“ oder „Was treibt dich?“ machen mich ganz unruhig, denn ich finde zur Zeit keine andere Antwort als: Es fühlt sich gut und richtig an! Oder einfach: Es macht mir Spaß! Dies bringt mich zwar dem ZDE nicht wirklich näher, aber es ist für mich zur Zeit richtig und es verfröhlicht mir einfach den Tag. Und irgendwann zur richtigen Zeit, wird auch ein ZDE für mich ‚um die Ecke‘ kommen.

JS&F: Wie schaffst Du es, Deine Big Five for Life und Deinen ZDE zu leben bzw. in Deinen Alltag zu integrieren?

Antwort: Die Wünsche auf die ich einen direkten Einfluss habe, versuche ich auch so gut wie möglich auszufüllen. So habe ich meinen Freundes-/Bekannenkreis deutlich ausgedünnt, denn ich mag einfach keine Einbahnstraße mehr sein, die „Tolle“ solange man sie braucht und sie funktioniert. Dann lieber nur eine klitzekleines Umfeld, aber eines von dem ich weiß, dass sie ehrlich und verlässlich sind. Andere Wünsche erlebe ich einfach als meine Spielplätze – meine Kritzerleien, alte Möbel aufpeppeln und schreiben. Da vergesse ich Zeit & Raum. Wieder andere Wünsche auf die ich noch keinen Einfluss habe, wie „Leben & Arbeiten im eigenen Haus“ bespiele ich einfach mit Affirmationen und Visualisieren. Das mag sich für den einen oder anderen total abgedreht anhören, mir gibt es das Gefühl ‚aktiv‘ etwas tun zu können.

JS&F: Was ist für Dich in diesem Zusammenhang die größte Herausforderung?

Antwort: Für mich die größte Herausforderung ist noch immer das ‚ins Außen‘ gehen. Mich selbstbewusst (und mutig) öffentlich zu machen. Deshalb ist auch dieses Interview nicht einfach nur ein Beantworten von ein paar Fragen…Für mich ist es ein ganz großer Schritt aus meiner Komfortzone. Und während des Schreibens sitzt immer ein kleines Etwas auf meiner Schulter und fragt: „Bist du sicher? Willst du das wirklich machen? Au weia!“ Ich hab das etwas mutig von der Schulter geschnippt.

JS&F: Wer ist für Dich ein besonderer WER und warum?

Antwort: Ein ganz besonderer Wer ist für mich mein Chef! Weil er mir immer wieder ermöglicht, dass ich mich ausprobieren kann und ich immer auf seine Unterstützung zählen kann, selbst wenn etwas „in die Hose geht‘.

JS&F: Noch eine Frage abseits der Big Five for Life – Du bist auf eine Dinnerparty eingeladen, wen wünscht Du Dir als Deinen Sitznachbarn und über was würdest Du mit ihm/ihr gerne sprechen?

Antwort: Über den Sitznachbarn habe ich lange nachgedacht. Es gibt immer wieder faszinierende Personen, die an dieser Stelle toll wären. Für mich zum Beispiel: Hösti – der mich seit über 20 Jahren mit seinen Comics auch an gebrauchten Tagen zum Grinsen bringt – da würde mich sein Weg schon sehr interessieren. Aber das absolut Highlight wäre irgendein Fremder – der mich ein Stück des Wegs einfach „an die Hand nimmt“.

JS&F: Möchtest Du unseren LeserInnen zum Schluss noch etwas persönliches mitgeben oder hast Du einen Tipp für sie in Bezug auf Entdeckungsreise zu den Big Five for Life?

Antwort: Ich weiß nicht wie sicher und stabil alle anderen ihren Weg gehen. Ich habe über die Jahre hinweg immer wieder Phasen, an denen sich nichts tut – absoluter Stillstand. Oder im schlimmsten Fall haben sich alle Misserfolge ‚dieser Welt‘ genau bei mir verabredet, oder es dauert mir einfach mal wieder alles zu lange (…Geduld ist nicht wirklich meine Stärke). Und  dann denke ich „Was ist das alles für ein Mist und werfe alles hin. Um dann Monate später doch wieder alles aufzunehmen. Manchmal ist eine kleine Auszeit schon ganz sinnvoll, aber hier ist es meist vergeudete Zeit. Wenn ich mich heute mal wieder in solch einer Frustphase befinde, dann setze ich mir erst einmal ein Stoppschild und dann eine Plakatwand „Ungültig“! Ich gebe mir 2-3 Tage frei um mich wieder von meiner eigenen Palme zu schütteln – und dann geht es weiter!