„Jeder Mensch hat seine ganz besondere Lebensaufgabe hier auf diesem Planeten. Wenn diese klar ist, dann läuft das Leben bewusster und zielgerichteter.“ Oder so ähnlich hat es Jörg ausgedrückt. Ich habe ihn gestern Abend auf einer Veranstaltung kennengelernt. Dort berichteten Menschen von ihren Erfahrungen bei der Unterstützung von Flüchtlingen. Einige waren im Sommer in Griechenland und haben als Freiwillige in den dortigen Flüchtlingscamps geholfen. Durch diese außergewöhnlichen Erfahrungen erhielten sie selbst wieder Klarheit für ihr Leben und ihre Lebensaufgabe. Das veränderte sie.

Eine andere Bezeichnung für Lebensaufgabe ist der „Zweck der Existenz“. Und es ist nicht immer so, dass Du einfach von Deinen Stärken auf Deinen Zweck der Existenz schließen kannst. Du wirst schon früh fremd bestimmt. Sei es durch die Familie oder die Schule. Und das bedeutet oft, dass Du in Strukturen gepresst, Dir Ziele und Aufgaben vorgegeben werden. (Das Geschieht natürlich immer zu Deinem Besten) Es muss wahrlich nicht immer DEIN Weg sein. Erst wenn Du Abstand bekommst, indem Du mit ganz neuen Erfahrungen konfrontierst wirst, kannst Du erkennen, was ausserhalb Deines aktuellen Lebensweges noch immer auf Dich wartet – Dein Zweck der Existenz.

Die Schule und das Leben

Wenn ich mich erinnere, war ich in der Schule in Mathe und Physik echt gut. Daraus schloss ich damals, dass ich Ingenieur werden sollte. Das Leben spielte dann einige unplanmäßige Ereignisse in meinen Fahrplan ein und es taten sich (zum Glück für mich) neue Wege auf. So haben meine besten Schulfächer keinen Bezug mehr zu meiner heutigen Tätigkeit, wenn ich Menschen und Unternehmen auf ihrem Weg zu Ihren Big Five for Life begleite.

An dieser Stelle möchte ich noch abschließend einen Brief zitieren, den ein Schulleiter an die Eltern geschrieben hat und der heute per Facebook zu mir kam:

„Die Prüfungen Ihrer Kinder stehen bevor. Ich weiß, dass Sie alle hoffen, dass Ihr Kind gut abschneiden wird. Aber bitte denken Sie daran, dass unter den Schülern bei der Prüfung ein Künstler sein wird, der Mathe nicht verstehen muss. Unter ihnen ist auch ein Unternehmer, dem die Geschichte der englischen Literatur egal ist. Unter ihnen ist ein Musiker, dessen Chemie-Note nicht wichtig ist. Wenn Ihr Kind gute Noten bekommt, dann ist das super. Und wenn das nicht der Fall ist, dann rauben Sie ihm bitte nicht sein Selbstbewusstsein und seine Würde. Sagen Sie Ihrem Kind, dass es okay ist. Es ist nur eine Prüfung. Ihr Kind ist für viel größere Dinge bestimmt. Sagen Sie Ihrem Kind, dass sie es lieben und nicht verurteilen werden, egal welche Noten es bekommt. Sie werden sehen, wie Ihr Kind die Welt erobern wird. Eine Prüfung oder eine schlechte Note wird es nicht von seinem Talent berauben. Und bitte glauben Sie nicht, dass Ärzte und Ingenieure die einzigen glücklichen Menschen auf der Welt sind.“